250 km zu Fuß!

Die Marie wandert auf dem Jakobsweg

Noch zu Hause, aber schon gewaltig Fernweh!

Annika und Vera machen sich am Sonntag auf den Jakobsweg (von St. Jean Pied de Port) und so langsam überkommt mich das Fernweh. Kein Wunder, auch für mich sind es ja auch nur noch etwas über drei Wochen, bis ich nach Astorga losziehe.

Der Jakobsweg (Karte)

Astorga ist im letzten Drittel der Karte zu finden, falls jemand den Ort suchen sollte:) Zumindest kann ich am Sonntag meinen Rucksack und Schlafsack unter Reisebedingungen austesten, wenn auch wohl noch nicht richtig bepackt.

@ Annika+Vera: Bon Voyages! Ich denke ganz fest an euch und freue mich schon wahnsinnig auf eure ersten Nachrichten…

Alles Liebe, Marie

7 Kommentare »

  Annika wrote @

Hey Marie!!!

Schöne Seite! Langsam werde ich nervöööööööös…….

Das erste Internet-Café wird von Vera und mir gestürmt.

Bis dahin, LG

Annika

  Vera wrote @

Liebe Marie,

wir sind heute in Pamplona gelandet. Leider bin ich schon ziemlich fusskrank (Bitte, bitte bring ganz viele Blasenpflaster mit!!), so dass das Wandern weder fuer mich, noch fuer die arme Annika (die alle 100 Meter tapfer auf mich wartet) allzu spassig ist. Dieser Weg ist schon eine ziemliche Quaelerei! *anmerk* (obwohl man Annika, the Ironwoman noch null komma gar nix anmerkt) Marie, bitte laufe deine Schuhe schonmal mit Rucksack ein.(schlag diesen Rat nicht in den Wind!) Ich habe jetzt bereits 9 Blasen und die tragen nicht unbedingt zu meiner grazielen Gehweise bei. ;-) Hach, Ich freue mich schon so sehr, wenn ihr zu uns stosst! Solange ist es ja auch gar nicht mehr, nur noch 468 km, dann bist du bei uns! *freu*

  Vera wrote @

Hmmm? Kann man das jetzt sehen? *test*

  Annika wrote @

Ach Marie,

wir erleben einen Knueller nach dem naechsten. Der Beste ist unser Mann aus Tokio. Den haben wir kennengelernt, als uns Einheimische aus einem Schneesturm gefischt und uns nach Valcarlos – wir waren nur noch 3 km von Roncesvalles entfernt – zurueckgebracht haben. Wir wurden an einen Ofen gesetzt. Dort sass auch unser Japaner. Er erklaerte uns, dass es mit seinem spirit nicht vereinbar sei bei Hippies (=Maennlein u. Weiblein in einem Schlafraum) zu schlafen, weil da no disciplin herrscht. Tja ja.

Jetzt kommts: Dieser Hardliner ist am naechsten Tag um 7h losgewandert und in ca 9 St. von Valcarlos nach Supiri gerannt. Vera und ich haben uns gegen 8h von einem Taxi nach Roncesvalles bringen lassen – schliesslich sind wir das Stueck ja schon am Vortag gelaufen u. wir wollten keine Zeit verlieren. Wir sind mit dem Taxi am Spirit-Man vorbeigefahren. Dieser war voellig von den Socken, als Vera und ich unmittelbar nach ihm in Supiri eintrafen. Er ging davon aus, wir seien wie er – der Iron-Man – in Valcarlos losgelaufen. Er hat dann immer wieder gemurmelt, wir haetten very stron legs und ueberhaupt. Das sei nun eine competition. Du kennst mich ja… ich hab ihn genuesslich in dem Glauben gelassen.

Ûebrigens hat er – er, mit dessen spririt es nicht vereinbar ist bei Hippies zu pennen – in Zubiri friedlich neben mir im Bett geschnarcht.

Ganz liebe Gruesse,

Annika

  mariewandert wrote @

@ Vera+Annika, meine großen Vorbilder
Aaaaaaaaaah!!!! Ich freue mich so von Euch zu hören! *umärmelt*

IHR WART IN EINEM SCHNEESTURM? OH MEIN GOTT!!!! IST DAS WETTER JETZT BESSER? (ihr könnt mich ruhig anlügen, ich schlafe besser wenn ich weiß, dass ihr nicht erfriert)

Ihr seid noch nicht mal eine Woche weg und habt schon solche Abenteuer erlebt? Und der Ironman ist super, oh Mann, Pilger aus Fernost, mit einem Hippie-Toleranz-Problem.

Und liebe Vera, ich bin mit meinem Rucksack und Schuhen schon durch Potsdam gestiefelt, da hatte ich einen Eindruck wie das so ist:) Ich bemitleide deine Blasen ganz fürchterlich und werde Kristina auch ganz viele Blasenpflaster für dich mitgeben. *twrirls* Ich freue mich schon so sehr!!!

Ales Liebe und meldet euch,

Marie

  Leska wrote @

Der Captain läßt dir nochmal folgendes ausrichten, zum mitschreiben:

-Paß auf dich auf!

-Pack deinen Rucksack ordentlich und zieh ihn richtig an, damit du dir nicht den Rücken verrenkst!

-Nimm keine Drogen, und wenn doch, dann nimm sie nicht von fremden Männern an*!

-Geh nicht nach Anbruch der Dunkelheit in den Wald, wegen der Wölfe!

-Iß dein Gemüse!

-Wenn Mel und Rupert nerven, schick sie in die Pampa!
___________
*Das gilt auch für Bonbons und Energieriegel!

So, und jetzt noch was von mir:

ICH WERDE DICH VERMISSEN!!!
Aber wenigstens hast du Mel dabei, der wird… uhm… da sein… für dich… und Rupert… hauptsächlich Rupert.
Während du fort bist und dich spirituell reinigst, werde ich folgendes tun:
einen Bestseller schreiben, Sam Neill stalken, Spaghettieise essen und eine Zombiejägerin werden.

Also dann: Here you go!

Und wenn du verzweifelt bist und nicht mehr weiter weißt, denk immer dran: WWMGD?!*
_________
* What Would McGyver Do?!

  Ian Fleming wrote @

Auszug aus „From Russia with love“, wo James Bond in ein Kommitee befördert worden ist, um die Agenten-Einstellungsmodalitäten zu verbessern und als einziger PRO der unten Erwähnten ist:

„Oh really.“ Troop had said with icy calm. „So you suggest we should staff the organization with long haired perverts.[..]“
[James's reply:] „All intellectuals aren’t homosexuals. And many of them are bald.“

Soviel dazu… Ich frage mich, woher er das weiß… *gigglefit*


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